Die letzten 3....
tage, waren ziemlich hart. Vorgestern und gestern war ich radfahren. Ich fuhr mit 2 Freunden von passau nach wien was in etwa allem in allem so 330km entspricht.
Am ersten tag mußten wir uns ziemlich ins zeug legen, da wir erst um halb zölf in passau wegfuhren und wir wußten, daß wir am ersten tag so viel wie möglich kilometer zurücklegen mußten, denn am zweiten tag würde uns das lange fahren noch schwerer fallen. Aber uns wurde schnell ein strich durch die rechnung gemacht, da man speziell im obersten teil der strecke 3 mal das ufer mit einer fähre wechseln muß, was uns ca eineinhalb stunden kostete. Das wirklich unangenehme dabei war, daß man total verschwitz zur anlegestelle kommt und dort bei 12°C und starkem wind auf die übersetzung warten muß, was uns alle 3 zum zittern brachte.
Das gute daran war, daß man dadurch wieder ganz heiß war auf das fahrrad zu springen, um den körper wieder auf temperaturen zu bringen, was bei solch niedrigen temperaturen und starkem wind nicht mal so einfach sind. Das merkt man daran, daß die nicht warm werdenden wollenden muskeln nicht ihre volle leistung bringen können.
Wie auch immer, wir wußten ja, daß alles zaudern und hadern mit dem wetter nichts bringt. So traten wir in die pedale um kilometer zu machen. Den restlichen tag konnten wir zügig durchfahren bis wir um halb acht in einem kaff ca 60 bis 70km nach linz eine übernachtungsmöglichkeit fanden. Schäne unterkunft, doch war mir das eigentlich egal, denn ich wollte nur essen und schlafen. Beim schlafen gehen machte ich mir darüber gedanken in welchem zustand sich morgen meine beine und das wetter sein würden, denn immerhin hatten wir noch ca 170km zu radeln. Das war vielleicht auch der grund warum ich nicht so gut geschlafen habe. Als es schon in der früh bei der abfahrt träpfelte dachte ich mir, na bumm, das wird was.....
Doch wir hatten glück, bis auf paar regenschauer blieb es trocken. Das kalte wetter blieb leider jedoch. Nun begann die stupide arbeit wieder von vorne, die jeder rennradfahrer kennt und oft auch schätzt. Das monotene treten und immer auf der suche nach rythmus, sei es die trittfrequen, die herzfrequenz oder der rythmus der harten schichtarbeit vorne im wind. So radelten wir den ganzen vormittag, mittags eine kleine pause und dann weiter. In der wachau trafen wir auf starken gegenwind, der uns manchmal in rasende wut versetzte. Vielleicht kennt ihr das ja. Die kette liegt vorne am kleinen blatt, man tritt wie ein irrer, doch das einzige was in die höhe geht ist der puls. Der wind zieht einem die kraft aus den beinen und frustriert, wenn man mit vollem krafteinsatz nur 25 km/h fährt. Kurz gesagt es war zum mäuse melken.
Das war vielleicht auch ein grund dafür, daß ein freund in krems aufgab und die bahn bestieg. Es war mittlerweile 14 Uhr und ich muß zugeben, daß die verlockung doch sehr groß war ihm das gleich zu tun, da ich ja am abend noch lernen mußte weil ich am nächsten tag eine prüfung hatte.
Aber dies verbot mir wahrscheinlich mein stolz und mein ehrgeiz, den sogar ich manchmal entwickle, meist leider nur wenn es um sport geht. Also kurze verabschiedung, glückwünsche entgegennehmen und wieder rauf auf den bock. So ging es richtung tulln, deren kilometer durch NICHTS geprägt waren. Da radelt man 20, 30 kilometer und man sieht nichts, nur bäume und wasser, nicht mal andere radler, die wohl das wetter und diese eintönige strecke gemieden haben. Dabei viel mir wieder die monotone tätigkeit des rennradfahrens auf, speziell wenn es flach und gerade aus geht. Man fährt einfach nur. Man blickt nicht in die gegend, denn es gibt ja nicht viel zu sehen. Der blick konzentriert sich auf den tacho wo man die kilometer mitzählt. Ein blick auf den oberschenkel wo man das spiel der muskeln mustert. Wieder kurz ein blick nach vorne, damit man nicht wo dagegen fährt. Dann bleibt der blick wieder minuten lang am lenker vorbau hängen.
Man horcht in seinen körper, beobachtet die pulsuhr und merkt wie einem die strecke immer mehr und mehr auslutscht. Nach einer harten schicht vorne im wind blickt man sich mal um, weil man der meinung ist, daß es für einen wechsel wieder mal zeit wäre. Doch der partner sieht auch nicht mehr taufrisch aus und hat probleme das hinterrad zu halten. Also weiter vorne fahren bis das tempo immer mehr nachläßt und sich der andere etwas erholt hat und die führung übernimmt. Dannach ein zwei minuten kämpfen um im windschatten zu bleiben bis sich der körper wieder regeniert hat. Kurz gesagt, bis auf das radfahren denkt man sonst an nichts, was ich im übrigen sehr erholsam finde, das mir aber leider viel zu selten gelingt, obwohl ich mich tagtäglich bemühe nicht zu denken.
Die letzten 5 kilometer fuhren wir über waldwege, die sicherlich nicht für rennräder geeignet sind. Noch einmal meldete sich mein hintern und sagte mir, daß ich ihm, mit diesem beschissenen radfahren, auf den arsch gehen würde. Ich war mir meiner schuld bewußt und schwieg.
Wie auch immer, jedes abenteuer hat ein ende. Am abend heimgekommen, duschen, essen und lernen bis mir die augen zufielen.
3. Tag (heute): Das aufstehen war ein kampf mit dem inneren schweinehund. Meine bewegungen glichen dem eines alten mannes. Bei der prüfung dachte ich, daß ich hummeln im hintern hatte, da ich ständig hin und her rutschte um eine angenehme sitzpositon zu finden.
Prüfung vorbei, heimfahren.
So jetzt tun mir nicht nur arme, beine und hintern weh, sonder auch meine finger
seth
PS: Falls ihr diesen langen artikel wirklich gelesen habt, zeugt das auch von eurem ehrgeiz, den wir ja mal bei einer radtour auf ein neueres auf die probe stellen können.
Am ersten tag mußten wir uns ziemlich ins zeug legen, da wir erst um halb zölf in passau wegfuhren und wir wußten, daß wir am ersten tag so viel wie möglich kilometer zurücklegen mußten, denn am zweiten tag würde uns das lange fahren noch schwerer fallen. Aber uns wurde schnell ein strich durch die rechnung gemacht, da man speziell im obersten teil der strecke 3 mal das ufer mit einer fähre wechseln muß, was uns ca eineinhalb stunden kostete. Das wirklich unangenehme dabei war, daß man total verschwitz zur anlegestelle kommt und dort bei 12°C und starkem wind auf die übersetzung warten muß, was uns alle 3 zum zittern brachte.
Das gute daran war, daß man dadurch wieder ganz heiß war auf das fahrrad zu springen, um den körper wieder auf temperaturen zu bringen, was bei solch niedrigen temperaturen und starkem wind nicht mal so einfach sind. Das merkt man daran, daß die nicht warm werdenden wollenden muskeln nicht ihre volle leistung bringen können.
Wie auch immer, wir wußten ja, daß alles zaudern und hadern mit dem wetter nichts bringt. So traten wir in die pedale um kilometer zu machen. Den restlichen tag konnten wir zügig durchfahren bis wir um halb acht in einem kaff ca 60 bis 70km nach linz eine übernachtungsmöglichkeit fanden. Schäne unterkunft, doch war mir das eigentlich egal, denn ich wollte nur essen und schlafen. Beim schlafen gehen machte ich mir darüber gedanken in welchem zustand sich morgen meine beine und das wetter sein würden, denn immerhin hatten wir noch ca 170km zu radeln. Das war vielleicht auch der grund warum ich nicht so gut geschlafen habe. Als es schon in der früh bei der abfahrt träpfelte dachte ich mir, na bumm, das wird was.....
Doch wir hatten glück, bis auf paar regenschauer blieb es trocken. Das kalte wetter blieb leider jedoch. Nun begann die stupide arbeit wieder von vorne, die jeder rennradfahrer kennt und oft auch schätzt. Das monotene treten und immer auf der suche nach rythmus, sei es die trittfrequen, die herzfrequenz oder der rythmus der harten schichtarbeit vorne im wind. So radelten wir den ganzen vormittag, mittags eine kleine pause und dann weiter. In der wachau trafen wir auf starken gegenwind, der uns manchmal in rasende wut versetzte. Vielleicht kennt ihr das ja. Die kette liegt vorne am kleinen blatt, man tritt wie ein irrer, doch das einzige was in die höhe geht ist der puls. Der wind zieht einem die kraft aus den beinen und frustriert, wenn man mit vollem krafteinsatz nur 25 km/h fährt. Kurz gesagt es war zum mäuse melken.
Das war vielleicht auch ein grund dafür, daß ein freund in krems aufgab und die bahn bestieg. Es war mittlerweile 14 Uhr und ich muß zugeben, daß die verlockung doch sehr groß war ihm das gleich zu tun, da ich ja am abend noch lernen mußte weil ich am nächsten tag eine prüfung hatte.
Aber dies verbot mir wahrscheinlich mein stolz und mein ehrgeiz, den sogar ich manchmal entwickle, meist leider nur wenn es um sport geht. Also kurze verabschiedung, glückwünsche entgegennehmen und wieder rauf auf den bock. So ging es richtung tulln, deren kilometer durch NICHTS geprägt waren. Da radelt man 20, 30 kilometer und man sieht nichts, nur bäume und wasser, nicht mal andere radler, die wohl das wetter und diese eintönige strecke gemieden haben. Dabei viel mir wieder die monotone tätigkeit des rennradfahrens auf, speziell wenn es flach und gerade aus geht. Man fährt einfach nur. Man blickt nicht in die gegend, denn es gibt ja nicht viel zu sehen. Der blick konzentriert sich auf den tacho wo man die kilometer mitzählt. Ein blick auf den oberschenkel wo man das spiel der muskeln mustert. Wieder kurz ein blick nach vorne, damit man nicht wo dagegen fährt. Dann bleibt der blick wieder minuten lang am lenker vorbau hängen.
Man horcht in seinen körper, beobachtet die pulsuhr und merkt wie einem die strecke immer mehr und mehr auslutscht. Nach einer harten schicht vorne im wind blickt man sich mal um, weil man der meinung ist, daß es für einen wechsel wieder mal zeit wäre. Doch der partner sieht auch nicht mehr taufrisch aus und hat probleme das hinterrad zu halten. Also weiter vorne fahren bis das tempo immer mehr nachläßt und sich der andere etwas erholt hat und die führung übernimmt. Dannach ein zwei minuten kämpfen um im windschatten zu bleiben bis sich der körper wieder regeniert hat. Kurz gesagt, bis auf das radfahren denkt man sonst an nichts, was ich im übrigen sehr erholsam finde, das mir aber leider viel zu selten gelingt, obwohl ich mich tagtäglich bemühe nicht zu denken.
Die letzten 5 kilometer fuhren wir über waldwege, die sicherlich nicht für rennräder geeignet sind. Noch einmal meldete sich mein hintern und sagte mir, daß ich ihm, mit diesem beschissenen radfahren, auf den arsch gehen würde. Ich war mir meiner schuld bewußt und schwieg.
Wie auch immer, jedes abenteuer hat ein ende. Am abend heimgekommen, duschen, essen und lernen bis mir die augen zufielen.
3. Tag (heute): Das aufstehen war ein kampf mit dem inneren schweinehund. Meine bewegungen glichen dem eines alten mannes. Bei der prüfung dachte ich, daß ich hummeln im hintern hatte, da ich ständig hin und her rutschte um eine angenehme sitzpositon zu finden.
Prüfung vorbei, heimfahren.
So jetzt tun mir nicht nur arme, beine und hintern weh, sonder auch meine finger
seth
PS: Falls ihr diesen langen artikel wirklich gelesen habt, zeugt das auch von eurem ehrgeiz, den wir ja mal bei einer radtour auf ein neueres auf die probe stellen können.
seth - 9. Jun, 19:15
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
vospe01 - 10. Jun, 17:58
Heute...
...bin ich einmal der erst. Gratuliere zur absovierten Etappe. Das gibt Antrieb für das nächste große Ding. Im Sommer bin ich in Kärnten und ab September würde ich mich wieder über ein paar gemeinsame Ausfahrten freuen. Dann beginnt wieder der Enst des Lebens.
seth - 10. Jun, 19:55
würde mich auch...
wieder über ausfahrten freuen. Trainiere halt jetzt ein bissi mehr weil ich im sommer wegen der vielen arbeit sicherlich nicht dazukommen werde.
Aber vielleicht finde ich ja zeit, dich in kärnten zu besuchen und ein paar schöne runden zu drehen.
Bei dieser tour hab ich wieder einmal gemerkt, daß es ganz was anderes an einem tag 90km dahinzubolzen, oder eben lange touren fährt, die ich eigentlich nie trainiere, geschweige denn an 2 tagen hintereinander.
Im übrigen glaube ich auch, daß das für das laufen auch gilt.
Aber vielleicht finde ich ja zeit, dich in kärnten zu besuchen und ein paar schöne runden zu drehen.
Bei dieser tour hab ich wieder einmal gemerkt, daß es ganz was anderes an einem tag 90km dahinzubolzen, oder eben lange touren fährt, die ich eigentlich nie trainiere, geschweige denn an 2 tagen hintereinander.
Im übrigen glaube ich auch, daß das für das laufen auch gilt.
LaTeX05 - 10. Jun, 19:00
Brav Brav lieber Seth
Nicht schlecht 330 km in zwei Tagen. Und eine Prüfung am nächsten Tag. Respekt! Bist und bleibst hoid a Beisser. Ich würd das maximal mit meinem Moped machen, und da wäre ich wahrscheinlich auch noch langsamer als du...
Übrigens auch ein schöner Artikel. Ich hab sowas immer in der Hauptschule nach den Ferien schreiben müssen. Das war immer ein Erlebnisbericht nach dem Motto "Was ich letzten Sommer getan habe". Nur hab ich schon damals nicht so viel geschrieben wie du. Ich werd ihn mal ausdrucken und meiem kleinen Neffen geben. Vielleicht kann er ihn ja brauchen.
LaTeX05
Übrigens auch ein schöner Artikel. Ich hab sowas immer in der Hauptschule nach den Ferien schreiben müssen. Das war immer ein Erlebnisbericht nach dem Motto "Was ich letzten Sommer getan habe". Nur hab ich schon damals nicht so viel geschrieben wie du. Ich werd ihn mal ausdrucken und meiem kleinen Neffen geben. Vielleicht kann er ihn ja brauchen.
LaTeX05
seth - 10. Jun, 19:50
das kannst du...
gerne machen, sofern die lehrerin des neffen ihm glaubt, daß er an 2 tagen 330km mit dem fahrrad gefahren ist.
PS: In die deutsch fächer wahr ich schon imma supa.
PS: In die deutsch fächer wahr ich schon imma supa.
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